Freunde beim gemeinsamen Wandern

Wandern ist gesund: Wertvolle Tipps für Ihre nächste Wandertour

Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – wenn die Temperaturen angenehm sind, zieht es uns nach draußen in die Natur. Tief durchatmen, den Stress vergessen und Kraft tanken beim Laufen durch traumhafte Landschaften, friedliche Wälder oder in den Bergen. Wandern ist hierzulande tatsächlich einer der beliebtesten Freizeitaktivitäten – seit Beginn der Corona-Pandemie mehr denn je. Bei der Wanderstudie 2021 gaben 37 % der Befragten an, dass sie seit Corona öfter wandern. Vor allem die junge Generation zwischen 18 und 25 Jahre ist seit der Pandemie häufiger auf Tour (45 %).*

Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen rund ums Wandern zusammengestellt – von den gesundheitlichen Vorteilen bis hin zur optimalen Wanderbekleidung. Was bei keiner Wandertour fehlen darf, sind ein richtig gepackter Wanderrucksack und eine kleine Wanderapotheke. Apotheker und Heilpraktiker Hans Wilhelm aus Dachau hat für Sie zusätzliche Tipps parat, welches Erstes-Hilfe-Set und welche homöopathischen Mittel zum Beispiel bei kleinen Verletzungen, Sonnenbrand oder plötzlichen Muskelschmerzen mit auf den Weg genommen werden sollten.

Zunächst einmal klären wir die Frage:

Was ist der Unterschied zwischen Wanderung und Spaziergang?

Früher machten die Streckenlänge und Geschwindigkeit den Unterschied zwischen einem Spaziergang und einer Wanderung aus. Heute kommt es eher darauf an, wie lange man läuft. Ein Spaziergang dauert in etwa bis zu eineinhalb Stunden, alles darüber hinaus gilt als Wanderung. Doch letztendlich liegt es immer vom persönlichen Empfinden ab.

11 Gründe, warum Wandern so gesund ist

Wandern ist gesund – das ist wissenschaftlich bestätigt. Wer regelmäßig eine Tour durch die Natur macht, profitiert von vielen gesundheitlichen Vorteilen*. Selbst wer unsportlich ist, kann mit Wanderungen viel Gutes für seinen Körper tun, ohne sich dabei zu verausgaben. Wandern...

  1. macht schlank, das Körperfett verringert sich
  2. steigert die Kondition und Fitness
  3. kurbelt die Durchblutung an, die Organe werden besser versorgt
  4. stärkt Herz und Kreislauf
  5. aktiviert den Stoffwechsel, dadurch wird mehr Gelenkschmiere (Synovia) in den Gelenken gebildet. Ideal bei Arthrose oder zur Vorbeugung von Arthrose
  6. festigt die Muskeln in den Beinen, Po, Bauch und Armen, was wiederum der Knorpelschicht in den Gelenken zugute kommt
  7. lockert die Schulter- und Nackenmuskulatur, weil die Haltung aufrecht ist
  8. trainiert und verbessert den Gleichgewichtssinn
  9. entspannt und baut Stress ab
  10. setzt Glückshormone frei und macht glücklich
  11. ist nachhaltig

Wandern hat viele positive Effekte auf den gesamten Bewegungsapparat. Zum einen ist es gelenkschonender als beispielsweise Joggen, und die Gefahr für Verletzungen ist geringer. Zum anderen werden die Knochen, Gelenke, Bänder und Sehnen vor allem im Bein- und Fußbereich stabilisiert. „Regelmäßige und schonende Bewegung – etwa beim Radfahren oder auch beim moderaten Wandern – bewirkt, dass Gelenke wieder mehr Gelenkschmiere produzieren. Schmerzen, etwa durch Gelenkverschleiß, können so reduziert werden“, so Apotheker und Heilpraktiker Hans Wilhelm aus Dachau.

Extra-Tipp: Wer Gelenkprobleme hat, nimmt Wanderstöcke mit. Sie entlasten die Knie. Und die Homöopathie eignet sich, wenn bei der Wanderung plötzlich Beschwerden auftauchen.

Fersensporn

Fersensporn
Wertvolle Tipps, wie Sie die Fersenschmerzen wieder loswerden

Wandern ist Entspannung pur für Körper und Geist

Der vordere Teil der Großhirnrinde kommt zur Ruhe, weil man keine Entscheidungen treffen muss. Auch andere Hirnregionen werden aktiviert, man wird kreativer und kommt auf neue Ideen. Zudem bringt der Blick in die Natur – ins Grüne – herrliche Entspannung. Man nimmt die Umgebung auf und lässt negative Gedanken und Probleme hinter sich. Beim Gehen wird das Hormon Cortisol verringert, es werden mehr Endorphine, Serotonin und Dopamin ausgeschüttet. Und diese Glückshormone machen gute Laune.

Frau macht beim Wandern eine Pause auf einem Felsen

Nicht nur für unseren Körper ist der Wandersport eine sehr gut Sache. Auch in unserem Kopf verändert sich etwas. Durch die Bewegung in der frischen Luft wird unser Gehirn besser mit Blut und Sauerstoff versorgt. 

Wie lange sollte man wandern?

Wie viele Stunden und wie viele Kilometer sollte man wandern, damit die Aktivität unserer Gesundheit auch wirklich gut tut? Für Anfänger ist eine Tagestour von 10 Kilometern ausreichend. Aber auch geübte Wanderer sollten sich für die ersten zwei bis drei Tagen Strecken zwischen 10 und 15 Kilometern aussuchen. An den folgenden Tagen kann man die Strecken langsam steigern. Zwischen 20 und 25 Kilometern lassen sich im Durchschnitt dann bewältigen, ohne den Körper zu überlasten.

Ältere Dame beim Trainieren mit Hanteln

Muskeln und Gelenke
Bleiben Sie Ihren Gelenken zuliebe in Bewegung

Wanderbekleidung: So kann uns Wind und Wetter nichts anhaben

Was zieht man am besten zum Wandern oder Trekking an? In Sachen Outdoor-Outfit ist immer zu bedenken: Auch wenn man nur einen Tag auf Tour ist, kann sich das Wetter schnell ändern. In den Bergen kann sich bei jedem Höhenmeter die Temperatur abkühlen, und war es im Tal noch heiß, kann es auf dem Berggipfel unangenehm frisch sein. Daher gehört zur Wanderausrüstung auch die richtige Wanderbekleidung nach dem Zwiebelprinzip: Bei Hitze kann man Kleidungsstücke ablegen, bei Kälte zieht man wärmende Teile über. 

Die 3 wichtigen Lagen eines Wander-Outfits:

  • Unterwäsche 
  • Wärmeschicht
  • Schutz vor Wasser und Wind

Checkliste: Die optimale Wanderbekleidung

  • feste, bequeme Wanderschuhe mit griffiger Profilsohle
  • exakt sitzende Wandersocken
  • Funktionsunterwäsche
  • Shirt oder Hemd aus atmungsaktiven, schnelltrocknenden Materialien, zum Beispiel Merinowolle
  • wärmender Pullover, zum Beispiel Stretch- oder Thermo-Fleece
  • Wanderhosen, am besten Zip-Off-Hosen, die man zu Wandershorts umwandeln kann
  • funktionale Wanderjacke mit genügend Taschen, eventuell eine Softshellweste 
  • Kopfbedeckung wie Mütze, Cape oder Stirnband
  • Halstuch
  • eventuell Handschuhe

Checkliste: Diese Grundausrüstung gehört in den Wanderrucksack

  • Sonnenschutz, Sonnenbrille
  • belegte Brote, etwas Gemüse oder Obst, Müsliriegel 
  • Trinkflasche mit Mineralwasser, Tee oder Saftschorle, mindestens 2 Liter pro Person
  • Handy
  • Wanderkarte, Wander-App oder GPS
  • Sitzkissen, zum Beispiel aufblasbar
  • Taschenlampe
  • Feuerzeug
  • Mülltüte
  • etwas Geld
  • Ersatz-Schnürsenkel
  • Taschentücher
  • kleine Wanderapotheke und Mittel aus der Homöopathie

Extra-Tipp: Bei einem kürzeren Wanderausflug genügt ein kleiner Rucksack mit einem Volumen von 15 bis 20 Litern. Bei einer Tagestour muss mehr Proviant mit an Bord, ideal ist dann ein Rucksack mit einem Volumen von 60 bis 80 Litern.

Rucksack mit Karte

Natürlich will man beim Wandern nichts Schweres tragen. Wenn Sie also nur die wichtigsten Dinge einpacken, wird die Tour ein leichtes Vergnügen. 

Das gehört in die Wanderapotheke

Unterwegs kann immer mal etwas passieren: Man läuft sich Blasen oder knickt mit dem Fuß um. Aber auch eine Prellung, Verstauchung oder Schürfwunde kann die Wanderfreude schnell kippen lassen. „Typische Beschwerden bei längeren Wanderungen sind Muskelschmerzen und Gelenkbeschwerden. Viele Hobbywanderer nehmen sich auf ihren ersten Touren zu viel vor. Wichtig ist deshalb, lieber mit kürzeren Strecken zu beginnen und Anzeichen von Ermüdung ernst zu nehmen“, so Apotheker Hans Wilhelm. „Blasenpflaster, Verbandsmaterial, Hydrokolloidpflaster und Mittel zur Wundreinigung sollten unbedingt in die Notfalltasche", rät der Gesundheitsexperte. Zudem sind passende Mittel aus der Homöopathie sinnvoll und daher sehr empfehlenswert.

Frau sitzt mit Kaffee am Laptop

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Das gehört in die homöopathische Wanderapotheke

Wenn es zu kleineren Blessuren oder Beschwerden wie Muskelkrämpfen, Kreislaufbeschwerden oder Übelkeit kommt, schwören viele Wanderer auf die Homöopathie. Folgende homöopathische Mittel sind beste Begleiter bei einer Wanderung:

  • Arnica comp. Gel: Bei Muskelschmerzen und stumpfen Verletzungen. Das Gel kühlt und verschmiert die Kleidung nicht.
  • DHU Rhus comp. Gel: Bei Beschwerden des Bewegungsapparates wie Knochen, Gelenke, Sehnen, Muskel und rheumatischen Schmerzen. Ergänzend dazu Rhus toxicodendron D6 DHU in Tablettenform zur Einnahme.  
  • Nux vomica D6 DHU: bei Bauchgrummeln, Magenkrämpfen, Sodbrennen und Übelkeit.
  • Calendumed Gel: bei Sonnenbrand. Das Gel kühlt und wird bei Schmerzen, Rötungen, Spannungsgefühlen und Schmerzen angewendet. Einfach etwas Gel dünn auf die betroffenen Hautpartien auftragen.

Extra-Tipp: Bei Bewegung und auch speziell beim Wandern braucht unser Körper mehr Flüssigkeit. Trinken Sie daher alle 30 bis 60 Minuten etwas, damit Sie keine Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme infolge einer leichten Dehydration (Flüssigkeitsmangel) bekommen. 

Jeder hat so seine eigenen Schwachstellen. Der eine neigt zu Muskelschmerzen, der andere zu Magenbeschwerden oder Verletzungen. Daher kann es sehr vorteilhaft sein, wenn Sie für sich und vielleicht auch für Ihren Wanderpartner Ihre ganz persönliche Wanderapotheke von Ihrem homöopathisch ausgebildeten Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker zusammenstellen lassen. 

Übrigens: Alle homöopathischen Mittel sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Die kompakten Globuli-Fläschchen sind zum Wandern sehr praktisch, da sie prima in den Wanderrucksack passen, wenig Platz einnehmen und sehr leicht sind. 

Checkliste: Wanderapotheke

  • Blasenpflaster/Pflaster
  • Verbandsmaterial 
  • Hydrokolloidpflaster 
  • Mittel zur Wundreinigung
  • Arnica comp. Gel 
  • DHU Rhus comp. Gel
  • Nux vomica D6 DHU
  • Calendumed Gel

Fazit: Wandern macht Spaß und ist gesund – wenn man unterwegs auch mit einer Wanderapotheke inklusive Homöopathie gut ausgerüstet ist! Apotheker und Heilpraktiker Hans Wilhelm hat noch einen besonderen Tipp: „Am besten nehmen Sie auch einige liebe Menschen als Wanderkameraden und -kameradinnen mit. Man spornt sich gegenseitig an, unterhält sich angenehm und kann sich im Fall der Fälle natürlich auch gegenseitig helfen. Zusammen macht Wandern einfach noch mehr Spaß und gemeinsame Erinnerungen schweißen uns zusammen. Davon zehren wir dann auch noch lange nach der Wanderzeit.“